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There Is No Place Called Home

Ausstellung von Alois Mitter im Rahmen von SOHO in Ottakring 26. Mai bis 8. Juni 2002, Wien

Ausgangspunkt des Projektes ist das Phänomen des Künstlers als a priori Heimatloser, als Spurensucher auf der Suche nach dem eigenen Ich, seiner Herkunft und Bestimmung, seines flüchtigen Daseins und Daheimseins.

Mitters Konzept von Heimat und Heim versteht sich als Emblem der Unmöglichkeit eines sicheren und geschützten Zuhauses, dessen Vorstellung vom glücklichen Heim als Phantom entlarvt wird. Die fundamentalen Dichotomien fremd/vertraut und heimlich/unheimlich werden systematisch reevaluiert. Die Grenze zwischen dem Öffentlichen und Privaten, zwischen Gastsein und Heimischsein wird permanent verschoben. Wohnraum ist gleich Atelier ist gleich Heim/at: ein Raum als Fluchtort und Schutz vor dem Lärm der (Außen-)Welt und zugleich ein Raum, in dem ein symbolisch überladenes Schattenreich immer wieder Einkehr hält. Mitters Projektionen seines imaginären inneren Kosmos finden hier auf bizarr phantastische Weise ihre Darstellung. Bei diesem Environment werden Fragen der Identität des Künstlers und seines gesellschaftlichen Umfeldes, dem Verhältnis zwischen Innen und Außen, zwischen Momenten des Individuellen und Allgemeinen, des Alltäglichen und Existentiellen, der Heimat und dem Fremden, fokussiert.

Kurator: Hans-Peter Wipplinger

Produktion, Pressearbeit: a r t : p h a l a n x

Foto: Michael Rausch-Schott