projekte

nitsch museum

arena – werk aus dem werk

Ausstellungsdauer: 28.9.2014 bis 29.3.2016

Monografische Institutionen, die einen einzigen Künstler in ihren Ausstellungsmittelpunkt rücken, werden zumeist posthum in Anerkennung der künstlerischen Leistungen und ihrer gesellschaftlichen Folgewirkungen realisiert. Hermann Nitsch wurden zu Lebzeiten bereits zwei monografische Museen gewidmet. Das eine befindet sich in Mistelbach (Österreich), im Weinviertel, jener Region, in der Hermann Nitsch arbeitet und lebt. Die Architektur des im Jahr 2007 als eines der bisher größten monografischen Künstlermuseen der Republik gegründeten nitsch museums orientiert sich am Idealplan einer Klosteranlage und versteht sich als Ort der Kontemplation und Sinnlichkeit. Das Museo Nitsch in Neapel (Süditalien) wurde im Jahr 2008 von Hermann Nitschs Lebensfreund und Sammler Giuseppe Morra ins Leben gerufen und  ist nicht nur eine Institution, in deren Rahmen die Werke von Hermann Nitsch gesammelt und ausgestellt werden, sondern ein aktiver Kulturakteur mit der Aufgabe, einen der bedeutendsten österreichischen Künstler kritisch und theoretisch zu beleuchten.

Im Herbst 2014 tauschen die beiden Nitsch-Museen erstmals ihre Sammlungsschwerpunkte, Erkenntnisse und Standpunkte in Form einer länderübergreifenden Ausstellungskooperation aus. Ein Novum, da sich beide Ausstellungshäuser bis dato ohne gegenseitige Abstimmung dem Nitsch-Werk gewidmet haben. Das Museo Nitsch präsentiert im Zuge dieser Kooperation in Mistelbach das Projekt „arena – werk aus dem werk“, das sich auf die Entstehung von Relikten konzentriert. Diese resultieren unmittelbar aus Nitschs Aktionen und gelten als eigenständige Kunstwerke im umfangreichen Oeuvre des Künstlers. Im Zuge des Projektes wird der Ausstellungsraum zu einer Arena, deren Zentrum eine riesige metaphorische Tafel bildet, die sich über die gesamte Haupthalle des nitsch museums Mistelbach erstrecken wird. Das Konzept berücksichtigt zudem einen wissenschaftlichen und kunsttheoretischen Dialog über das Werk und seine Einflüsse auf Kunst und Gesellschaft. Das nitsch museum präsentiert im Gegenzug in Neapel ab dem 25.10.2014 die Ausstellung „Malaktionismus – Exzess und Sinnlichkeit“, deren Fokus auf Nitschs Aktionsmalerei liegt.

 

Projektkoordination, Marketing, PR & Pressearbeit: a r t : p h a l a n x

Foto: Hermann Nitsch, Reliktinstallation, Farbe, Blut, Pflaster auf Leinwand, Tragbahren, 108. Lehraktion Rom, 2001, 400 x 300 cm, © Fondazione Morra – Museo Nitsch Napoli