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Kunst im öffentlichen Raum – KÖR am Wiener Graben

TAGEDIEB von Cosima von Bonin

Seit Anfang Mai 2010 wird ein neuer Ort für Kunst im öffentlichen Raum kontinuierlich bespielt: Am Wiener Graben (Höhe Nr. 17) wurde der TAGEDIEB von Cosima von Bonin installiert, der bis Ende Oktober 2010 zu sehen sein wird. Im darauf folgenden Jahr wird ein neues Projekt für den Graben entwickelt. Kuratorisch verantwortlich zeichnet Matthias Herrmann.

Mit Cosima von Bonin konnte die Institution KÖR – Kunst im öffentlichen Raum – eine der international renommiertesten Künstlerinnen der mittleren Generation gewinnen, eine Arbeit für den öffentlichen Raum in Wien zu schaffen. Mit „Tagedieb“ wird der Graben zu einem neuen Ort für die Auseinandersetzung mit Kunst.

Cosima von Bonins sechs Meter hohe, in weisser Farbe gehaltene Installation besteht aus einem Hochsitz, auf dem eine Figur sitzt, die aufgrund ihrer verlängerten Nase an Pinocchio erinnert. Die Figur betrachtet müßiggängerisch das geschäftige Treiben um sich herum. Sie tut nichts außer sitzen und beobachten, sie konsumiert nicht, ist kein „guter Bürger“ und lügt dabei auch noch. Wenn man sich ihr nähert, wird sie durch eine mit einem Bewegungsmelder versehene Maiglöckchenlampe erleuchtet, die Figur bekommt dadurch eine noch größere Aufmerksamkeit.

Cosima von Bonins Arbeit ist leicht rezipierbar ohne auf inhaltlich zugespitzte Kommentierung zu verzichten. Damit ist diese Arbeit für den hoch frequentierten und architektonisch wie städtebaulich besonders bemerkenswerten innerstädtischen Ort prädestiniert und wird für lebendige Diskussionen sorgen.

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Foto: Lisa Rastl