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hinterhof kontrovers 2014

Architektur als Ausdruck, gleichzeitig aber auch Einfluss auf gesellschaftliche Prozesse ist weit mehr als eine Stilfrage zu physischen Hüllen. Bereits zum zweiten Mal organisierte die Kunst- und Kommunikationsagentur art:phalanx in diesem Sommer daher die Diskussionsreihe „hinterhof kontrovers“, die sich an drei Abenden mit Themen aus dem Kontext der Architektur, Urbanistik und Stadtplanung auseinandersetzt. Ort des Geschehens ist ein Hinterhof in Wien Neubau.

Bei der zweiten Edition der Diskussionsreihe “hinterhof kontrovers” im Jahr 2014 stand unter dem Motto “Urban Biedermeier” das ambivalente Verhältnis privater und gemeinschaftlicher Interessen im urbanen Gefüge im Fokus. Im Zentrum der fachübergreifenden Gespräche steht die Frage nach der Selbstermächtigung von StadtbewohnerInnen. Wer gestaltet Stadt und Gesellschaft mit welchen Mitteln?

 Der Auftaktabend mit den Gästen Simone Rongitsch, Raumplanerin und Mitbetreiberin des Schau und Forschungsgartens Karls Garten sowie des Gemeinschaftsgartens Kirchengasse, Sabine Gretner, Zuständige für Gemeinwesenarbeit der Caritas und Soziologin Mara Verlic, lud am 06. August 2014 ein sich unter dem Titel „Urban Biedermeier“ mit dem Phänomen von privater Aneignung des öffentlichen Raumes zu befassen.

 Partizipative Planungsprozesse und deren Beweggründe wurden am 20. August 2014 näher beleuchtet. Rolf Lautenschläger, Buchautor und Redakteur TAZ, Peko Baxant, SPÖ Wien, Gemeinderat der Stadt Wien sowie Christina Steininger, Raumplanerin, nonconform architektur, diskutierten über Versuche zur Einbindung der Öffentlichkeit bei Bauvorhaben.

Im Spannungsfeld zwischen privater und gemeinschaftlicher Interessen bewegte sich auch die Abschlussveranstaltung der Diskussionsreihe „Urban Crowds“ am 3. September 2014. Vor allem alternative Finanzierungsmodelle wie „Crowdfunding“ oder Baugruppen wecken Zuversicht auf Mitbestimmung, nicht zuletzt bei der Stadtentwicklung. Dazu geladen waren Heinz Feldmann, Mitinitiator einer selbstverwalteten Baugruppe am Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs, Paul Beyer von der Plattform Respekt.net sowie Monika Mokre.