projekte

Behinderung, Tanz und Wissenschaft

off ballet special und AG Sonder- und Heilpädagogik, Universität Wien 2. November 2003, Wiener Staatsoper

Matinée anlässlich des "Euro-päischen Jahres der Menschen mit Behinderungen 2003".

Ziel der Matinée am 2. November 2003 in der Wiener Staatsoper ist es, Menschen mit Behinderungen, oder besser gesagt Menschen mit besonderen Bedürfnissen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Veranstaltung nähert sich diesem sensiblen Thema auf zwei Ebenen: Drei wissenschaftliche Kurzvorträge sollen den Begriff "Behinderung" aus der Sicht der Sonder- und Heilpädagogik, der Medizin sowie aus der Perspektive der persönlichen Erfahrung beleuchten. Die Performance des off ballet special, eine Zusammenarbeit zwischen Staatsopernballett und dem Verein "ich bin ok", zeigt eine künstlerische Annäherung an das Thema: behinderte und nichtbehinderte Tänzerinnen und Tänzer agieren gemeinsam auf der Bühne - eine gelungenes Beispiel für gelebte Integration.

Initiator dieses österreichischen Beitrags zum "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003" ist die AG Sonder- und Heilpädagogik an der Universität Wien. Univ. Prof. Dr. Gisela Gerber zeichnet für das interdisziplinäre Programm verantwortlich. Ihr Anliegen ist es, auf das notwendige Zusammenwirken von Theorie und Praxis und auf die Bedeutung der Wissenschaft für die konkrete Arbeit mit behinderten Menschen hinzuweisen.

Seit 1999 besteht die Kooperation zwischen Renato Zanella, dem Direktor des Wiener Staatsopernballetts, und Mag. Katalin Zanin, Leiterin des Kulturvereins „ich bin ok“. Gemeinsam gründeten sie das off ballet special, an dem Mitglieder des Wiener Staats-opernballetts, sowie behinderte und nichtbehinderte Tänzerinnen und Tänzer beteiligt sind. Bisheriger Höhepunkt dieser außer-gewöhnlichen Formation war die Eröffnung des Opernballs 2001.

Menschen mit „special needs“ wollen nicht bemitleidet, sondern ihre Leistungen sollen anerkannt werden. Die Veranstaltung intendiert die Aufhebung von stereotypen Einordnungen und ermöglicht die bewusste Wahrnehmung der besonderen Leistungen, der Wünsche und Bedürfnisse von "handicapped and non-handicapped people" mit dem Ziel des besseren gegenseitigen Verständnisses.

Idee & Durchführung: Univ. Prof. Dr. Gisela Gerber

Projektleitung: die jungs / Martin Lengauer

PR & Pressearbeit: a r t : p h a l a n x

Foto: A. Wachter